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Behindertenhilfe

Die Organisations- und Arbeitsstrukturen im Bereich der Behindertenhilfe sind der vierte Forschungs- und Beratungsschwerpunkt von InterPro-Q.

Wie viele andere Bereiche der Sozialen Arbeit, sind auch die Einrichtungen der Behindertenhilfe im Zuge des rasanten sozialen Wandels von gravierenden Veränderungsprozessen betroffen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen enorm unter Druck, weil sie die Menschen mit ihren Behinderungen annehmen und individuell auf ihre Sorgen, Nöte und Probleme eingehen sollen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie aber auch eine anspruchsvolle Leistung auf qualitativ hohem Niveau erbringen, obwohl die Arbeitsbedingungen oft durch ökonomische Zwänge und Personalknappheit zusätzlich verschärft werden.

Professionell ausgeübte Arbeit in der Behindertenhilfe ist eine fachlich sehr anspruchsvolle und gesellschaftlich bedeutsame Dienstleistungstätigkeit, die mit verschiedenen – offenen und verdeckten – Arbeitsbelastungen verbunden ist.

Während es in anderen Bereichen der Sozialen Arbeit schon einige wissenschaftliche Erkenntnisse zu den spezifischen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten gibt, ist die Situation in der Behindertenhilfe bislang nur wenig empirisch-wissenschaftlich erforscht.

Deshalb wurde im Jahr 2010 im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts mit Studierenden der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Münster in Zusammenarbeit mit InterPro-Q ein Fragebogen zur „Beruflichen Arbeitsbelastungen in der Sozialen Arbeit“ entwickelt. Das Instrument ist nach einem Pre-Test und wenigen inhaltlichen Veränderungen nun auch schon in einigen Einrichtungen der Sozialen Arbeit zum Einsatz gekommen.